Kelten

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DIE KELTEN


Kelten = "die Tapferen", "die Erhabenen" oder "die Hohen", griechisch Keltoi, lateinisch Celtae auch Galli, Galatae oder Gallier


Die Kelten, die von den Römern auch Gallier, ( Kämpfer) genannt wurden, besiedelten in Deutschland zuerst im Südwesten und in der Rheingegend. Die großen Wanderungen der Kelten begannen etwa im Jahrtausend vor Christus. Ab den Jahren 300 v.Chr. setzt aufgrund einer zunehmenden Bevölkerungsdichte in den ursprünglichen Keltengegenden eine vermehrte Wanderbewegung ganzer Keltenstämmen ein. Ihre Ziele waren neue Siedlungsgebiete, die sie zum Teil erst kriegerisch erobern mußten. Dabei besetzten sie zeitweise Mittel- und Südeuropa von der iberischen Halbinsel (Kelt-Iberier) über Frankreich (Gallier), die britischen Inseln (Wales, Schottland, Irland), das nördliche Alpen- und Voralpenland, zum Teil auch den italienischen Stiefel (Etrusker), und drangen der Donau abwärts (Thraker) bis in die heutige Türkei vor (Galater, aus den gleichnamigen Briefen in der Bibel bekannt). Städtegründungen wie Paris, Turin, Budapest und Ankara sind ihnen auch zuzuschreiben.

Die einzelnen keltischen Stämme haben sich im Laufe der Zeit mit der einheimischen Bevölkerung vermischt. Erhalten hat sich die keltische Sprache zum Teil noch in Walen, Schottland, Irland und in der französischen Bretagne, da die Kelten über 500 Jahre in Mitteleuropa seßhaft gewesen sind.

Die Kelten waren hervorragende Ackerbauern, Viehzüchter und Eisenschmiede. Sie erfanden den Eisenbergbau. Als keltische Errungenschaft gelten auch das Schottenmuster, die Seife. Und die Pferdeschwanzfrisur bei Männern und Pferde wurden sehr verehrt und man sagt, daß sie als Reitervolk die Hose erfunden haben sollen. Außerdem waren sie geschickt in der Herstellung von Tongefäßen. Sie kannten bereits Geldmünzen und die Goldschmiedekunst.

Die ältesten archäologischen Funde aus der Keltenzeit deuten darauf hin, dass sich der ursprüngliche Siedlungsraum während der jüngeren Bronzezeit (um 1200 vor Christus) im Gebiet des heutigen Frankreich und Westdeutschland befand.

Um 300 vor Christus drangen die Kelten vermutlich vom Gebiet des heutigen Bayern und Böhmen aus bis ins heutige Siebenbürgen und nach Dalmatien . Der Rückgang der keltischen Macht begann in Italien. Im Norden wurden die Kelten seit 300 vor Christus von den Germanen eingeengt und auf die Main-Linie zurückgedrängt. Unter dem Druck römischer, später angelsächsischer Eroberungen in Britannien wanderten im 5. und 6. Jahrhundert einige trotz Romanisierung weiterhin keltisch sprechende Volksgruppen aus Wales und Cornwall in die heutige Bretagne ein. Gleichzeitig kam es vom keltischen Irland aus zu Landnahmen in Wales und Schottland.

Die Kelten sind oft beschrieben als eine mythische "Volksrasse", die aus den Nebeln vergangener Epochen emporgestiegen ist, um den Menschen der heutigen Zeit Rätsel aufzugeben. Woher die Kelten kamen kann bis heute nicht wissenschaftlich erklärt werden.

Auch heute noch leben viele Menschen keltischen Ursprungs an der Westküste Europas, hauptsächlich in der Bretagne, in Cornwall, Wales, Schottland, auf der Insel Man und in Irland. Es gab aber einmal eine Zeit, da bewohnten sie einen großen Teil des Kontinents. 278 v.Chr. drang einen umherziehende Gruppe östlich bis nach Kleinasien vor, wo sie Galatien den Namen gab. Bis zum Aufstieg Roms waren die Kelten eine Macht, mit der man rechnen musste. Rom selbst war von ihnen 385 v.Chr. überfallen worden, eine historischen Tatsache, wel-che die Legionäre nie vergessen haben, die für Cäsar 59 und 49 v.Chr. den Sieg über die Kelten errangen, die in Gallien, dem heutigen Frankreich, lebten. Obwohl sie weitgehend vom Römischen Reich einverleibt worden waren, huldigten sie weiter ihren eigenen Göttern und Göttinnen, bis die Christen in Rom offiziell anerkannt wurden.

Damals verloren ihre Religion und Mythologie immer mehr an Geltung, außer wenn man sich an die Geschich-ten von früheren keltischen Göttern und Helden erinnerte. Sogar auf der Insel Irland, die nie unter römischer Herrschaft stand, spürte man bald den Einfluss den Christentums. Aber hier bedeutete der Übertritt nicht die Zerstörung der gesamten keltischen Überlieferung, denn Mönche sorgten ab dem fünften Jahrhundert dafür, dass die uralten Sagen aufgeschrieben wurden. Dieser bemerkenswerten Anstrengung um die Erhaltung verdanken wir fast unser gesamtes Wissen über die keltische Mythologie. Denn außer in Wales, wo eine kleine Anzahl von Geschichten aufgezeichnet wurde, war nie etwas niedergeschrieben worden. Die Kelten misstrauten er Schrift immer und zogen Sprache und richtig geschultes Gedächtnis vor. Es gehörte zur Lehre der frühen Druiden, ihre heiligsten Wahrheiten niemals schriftlich festzuhalten. So ist man im Gegensatz zu anderen Völkern der Frühzeit auf Vermutungen angewiesen.


Kelten - Anderwelten


Die Anderwelten der keltischen Sagen sind unsichtbare Reiche von Göttern, Elfen, Geistern, Feen, und missgestalteten Riesen. Der Schleier zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt ist hauchdünn und leicht zerreißbar. Seher und Barden besuchen beide auf Bewusstseinsflügen oder Seelenreisen. Öffnungen zur Anderwelt führen durch Wasser und über schmale Stege, unter Wälle oder in Brunnen, in Höhlen...die funkelnde Paradiese oder düstere Vorhöllen verbergen. Am Vorabend von Samhain (s. keltische Feste), dem 31. Oktober, sind alle Tore zur Anderwelt offen und wundersame Geister kommen unter den hohlen Hügeln hervor. Dann ist es auch Sterblichen gestattet haben, ihr Reich zu betreten.


Die Religion

war die Natur



Innerhalb des Ganzen, also der Natur, gibt es Kräfte, die besonders anzusehen sind, zB. Blitz, Feuer, Klang, Heilung usw. Um mit solchen Kräften umzugehn, bedurfte es Namen, Namen die ihnen von den Hütern der Gesetze, den Druiden gegeben wurden. Ihre Namen waren nun... Hüter, Führer, Helfer, Rächer. Aus ihnen setzte sich die Religion zusammen. Diese Kräfte sind nicht Götzen oder Götter im griechisch-hellenistischen Sinn. Dort sind sie eigenständige Wesen außerhalb der Grenzen der Natur, hier sind sie besondere Teile der Natur Mit eigenständiger individualisierter Handlung .Wie der Mensch selbst seine Regeln kennt und ausführt. Mit diesen zu kommunizieren, sie um Hilfe zu bitten oder gar ihnen zu befehlen oblagen einzig und allein den Priestern.....Den Druiden.

Mit dem Wort "Druiden" werden heute zumeist alte Männer mit langen weißen Haaren und Bärten asoziert Von solchen Vorstellungen ist natürlich Abstand zu nehmen. Bei der Betrachtung der Keltischen Hierarchie zeigen sich der Clansmann und Clansfrau, also Siedler, Krieger,Händler, dann die Clansfuehrer und Koenige und eben die Druiden, weissen Frauen und Barden sowie Poeten. Der "Beruf" des Druiden war also nichts Besonderes, sondern einer unter vielen, eine Bestätigung in einem Bestimmten Aufgabengebiet.

Allerdings auf einem Aufgabengebiet, das viele Bereiche umfasste:

Gesetzeshueter, Berater, Zeremonienmeister, Priester, Landschaftspfleger, Tier- und Pflanzensachkundiger, Seher, Chronist, Schiedsrichter, Lehrer, Geschichtenerzaehler und vieles andere. Durch diese vielfaeltigen Arbeitsgebiete konnte wiederum der Grundsatz, dass jeder das tue, was er am besten kann, eingebracht werden, und so wurde der einzelne Druide je nach Neigung speziell ausgebildet. Damit gliederten sich auch die Druiden in die "Gesellschaft von Spezialisten" ein. Druide zu werden war Berufung: Der amtierende Druide sah sich die Jungmannen eines Dorfes oder Landstriches an und erkundigte sich über sie. Nach Eignung waehlte er dann einen von ihnen als Schueler. So uebertrug sich das gehuetete Wissen von Generation zu Generation und wuchs mit der Erfahrung jedes einzelnen Druiden.




Quellenangabe:

Das keltische Jahrtausend. (Hrsg. H. Dannheimer und R. Gebhard) Prähistorische Staatssammlung München,

Bran Myrddinn



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